Ein unerwarteter freier Tag

Seit August arbeite ich in einer neuen Firma. Mein Arbeitsverhältnis besteht mit einer Leihfirma. Eine Übernahme ist nach 18 Monaten vorgesehen. Die Bezahlung ist nicht so schlecht. Der Stundenlohn wird prozentual innerhalb der nächsten 16 Monate an dem Entgeld des Stammpersonals angepasst. Im Moment – seit 1. November –  sind es bei mir 80% usw.

Das Arbeitsverhältnis  – um es kurz zu beschreiben – ist eher die Abwesenheit von Team, bei dem Umstand, dass jedes 3. Wort auf Firmenpapier Teamwork ist.

Es kam schon vor: Schuldzuweisung inkl. Beweisführung, Aggressionsausbruch und das Kalte-Schulter-Zeigen…

… mein Missbehagen habe ich nun mit einer „etwas lauteren“ Unmutsäußerung kundgetan und dies brachte mir sogleich einen freien Tag ein.

Ich hoffe ja, dass in Zukunft nicht weiter so verfahren wird. Derjenige, der auf die Abwesenheit von Teamwork und dessen Auswirkungen aufmerksam macht, geleichsam als Störenfried auszumachen. Oje! Dann wird’s wieder laut …:-)

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Neuer Job

Nach den ganzen Querelen mit meinem – seit gestern – alten Arbeitgeber, habe ich ab 01. August einen neuen Job.

Dann nenn‘ ich mich Operator bei einem Global Player established in Germany….wenn man das mal so ausdrücken will! Ist eigentlich Produktionsmitarbeiterin in 3 Schichten. Mit der Eigenschaft, besser bezahlt zu sein.

Wer es nicht gelesen hatte, hier kurz zusammen gefasst: Streitfall war, dass ich nicht Lohn, sondern Gehalt gekommen habe und nachdem ich es nachgerechnet habe, feststellte, es war ein Trick meinen Lohn runterzurechnen. Per Anwalt konnte ich leider nichts erreichen. Unterschrift ist Unterschrift heißt es wohl dann vor Gericht (bezüglich Arbeitsvertrag in dem die Gehaltssumme ausgewiesen war), der Betriebsrat der Firma hat nicht den kleinen Finger gerührt.

Gestern habe ich beim Unterschreiben des Auflösungsvertrages noch eindringlich geäußert, dass sie doch bitte Mitarbeiter/innen bei der Neueinstellung auf die Gehaltszahlung hinweisen mögen. Gleich wurde klar: das haben die nicht vor! Das Wort Gehalt und die Gehaltssumme wird wohl auch beim Nächsten nicht fallen. Was für’ne Schweinerei!

Nun schreibe ich noch einen Leserbrief an die örtliche Zeitung. So geht das nämlich nicht. Es ist ein Trick, die Löhne runterzurechnen und es verhindert, dass der Bewerber oder Neumitarbeiter seine Vergütung nachrechnen kann.

Ärgerlich- neben dem Lohnbetrug –  ist, dass ich Kraft und Hoffnung investiert habe in eine Zukunft, die keine war. Hoffentlich erweist sich der neue Job als zukunftsträchtiger!

Offensichtlich ist die Praxis an Arbeiter, die üblicher Weise Lohn bekommen, Gehalt zu zahlen, eine Gängige (in NRW?). So bereits durch Unterhaltungen mit Bekannten/Freunden/Nachbarn in Erfahrung gebracht. Und noch merkwürdiger: Gewerkschaften haben dies wohl in der Vergangenheit mit Arbeitgebern so ausgehandelt. Ich meine: damals hat noch keiner von Arbeitsmarktreform gesprochen und darüber nachgedacht, dass so eine interne Aushandlung für Arbeitgeber sich als Chance zum Tricksen erweisen wird. Und das wird nun kräftig vollzogen. Und die Hände der Gewerkschaften liegen – mit sich und der Welt zufrieden – im Schoß. Die registrieren nämlich nicht, dass bei Neumitarbeitern, das Gehalt immer kleiner wird, aber mündlich der Stundenlohn, der schön klingt, genannt wird beim Einstellen.

Ich finde es ja so schwierig die Angelegenheit schriftlich so auszudrücken, dass dem Leser die Poblematik klar wird (wegen dem Leserbrief)…

Habt ihr das hier verstanden? Mich würde das mal interessieren, weil ich um eine Simplizität im Ausdruck für einen kurzen Leserbrief ringe….

Versäumen will ich hier aber auch nicht zu erwähnen, dass im Streitfall – mit einem Anwalt besprochen – es zentral um einen Umrechnungsfaktor ging. Der Faktor wird zum lohnbuchhalterischen Rechnen benutzt, um von Gehalt in Lohn umzurechnen. Ich bin der Meinung, dieser ist mathematisch ungenau. In einem Maße, dass sich eine erhebliche Differenz ergibt.

Zum Beispiel: Ich arbeitete für gleichen Stundenlohn in Tagschicht (bei einem früheren Arbeitgeber, der auch Stundenlohn abrechnete) und nun in 3 Schichten. Dabei kam die gleiche Summe raus. Obwohl ich ja nun für die Schichtarbeit um die 150 Euro Zuschläge bekam.

Eigentlich ein Fall für’s Gericht. Da müsste auch ein Mathematik-Sachverständiger her, der den Faktor untersucht.

Oder aber: es bleibt dabei! Arbeiter bekommen Lohn und Angestellte Gehalt. Da brauchts keinen Umrechnungsfaktor und ich hätte 150 Euro monatlich mehr in der Tasche gehabt.

Was mache ich nun in Sachen Leserbrief?