Meine Entscheidung zur Landtagswahl in NRW

In diesem Jahr wähle ich zum 1. Mal per Brief. Am kommenden WE fahre ich zum Bloggertreffen nach Erfurt und werde deswegen am Sonntag nur knapp Zeit haben, um zum Wahllokal zu gehen  (rechne mit Zugverspätung auf dem Rückweg). Warum also nicht mal die Möglichkeit der Briefwahl nutzen?

Was ich wähle?

  1. Nicht die SPD (autsch, Frau Kraft)
  2. Nicht die AfD (never)

Ich möchte nicht aus Protest wählen. Aber einen Grund abzuwählen habe ich auch.

Seit 1. April 2017 gibt es das Gesetz zur gleichen Bezahlung der Leiharbeiter gegenüber Festangestellten/Arbeitern bei Firmenzugehörigkeit ab dem 9. Monat. Nun würde ich ja mal erwarten, von meinem Arbeitgeber (das ist eine Leihfirma/und ich bin 10 Monate im Unternehmen) unaufgefordert eine Erhöhung meiner Bezüge zu bekommen. Das ist nicht passiert.

Den Grund weiß ich schon.

Hierzulande wird gerne auf den Vertrag gepocht, der angeblich bis Vertragsablauf bindend ist. So umgehen Arbeitgeber geschickt die Gesetze. Mein letzter Boss hat auch diesen Trick angewendet. Obgleich der noch unverschämter war. Er zahlte nicht mal den Durchschittslohn.

Anscheinend gibt es eine stille Duldung, dass die Arbeitgeber sich um neue Gesetzesregelungen drücken können. Die Politik schaut nur zu. Ich habe nichts davon, wenn gerechte Gesetze geschaffen werden, aber es an der Umsetzung fehlt. Und aus der Leiharbeit komme ich nicht raus. Schon zwei Mal wurde ich nicht übernommen, als es Zeit war (meist nach 2 Jahren/ist jetzt aber auch kürzer). Oops! Da ist immer keine Arbeit mehr da gewesen. Nur, dass auf den Internetseiten des Arbeitsamtes, die selbige Leihfirma Jobangebote online einstellte. Die konkrete Folge: ich musste immer wieder bei einem neuen Leihunternehmen um die 9 Euro anfangen.

In so einer Situation befinde ich mich gerade wieder. Arbeite seit August 2016 in einem hiesigen Industrieunternehmen. Habe nur einen Leiharbeiter-Vertrag. Dieser endet im Januar 2018. Ab Oktober 2017 bekomme ich ein sogenanntes Kundenreferenzentgelt, was etwa 80 % dem Stundenlohn des Unternehmens für ihre Festangestellten entspricht. Wenn ich nun nicht übernommen werde (und das ist immer ein Roulette-Spiel) habe ich 3 Monate – sagen wir – beinahe gerecht verdient, um dann eventuell wieder ab Februar, bei etwa 9 Euro anzufangen.

Wie wählt ihr und warum?

Grüße aus NRW

EureLuise

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